| Berufs- und Arbeitswelt |
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| Samstag, den 22. August 2009 um 18:55 Uhr | |||
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1. WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für die kommunale Wirtschaftsförderung deutlich verändert. Das produzierende Gewerbe verliert an Gewicht, neue Technologien beeinflussen Arbeitsmärkte und Flächennachfragen. Mit der Entwicklung des Europäischen Binnenmarktes sowie der Öffnung Osteuropas verschärft sich der Wettbewerb zwischen Regionen, Kommunen und Firmen. Gleichzeitig werden in den Kommunen auch die Folgen der zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft spürbar; unternehmerische Entscheidungen fallen immer öfter in weit entfernten Zentralen. Daneben gewinnen vielerorts die Ziele einer nachhaltigen Stadtentwicklung an Bedeutung. Wir müssen daher unsere Handlungsspielräume neu ausloten. Neue Kooperationsformen müssen erprobt, "weiche" Standortfaktoren in Entwicklungskonzepten stärker berücksichtigt werden. Lokale Netzwerke und die Schaffung von positiven Innovationsmilieus, um lokale und überregionale Akteure zusammenzubringen, werden wichtiger. Daneben müssen in "traditionellen" Feldern neue Akzente gesetzt werden, beispielsweise mit Blick auf eine ökologisch orientierte Wirtschaftsförderung sowie eine spezialisierte Entwicklung von Gewerbegebieten, etwa hin zu Themen- und/oder Branchenparks. Vor diesem Hintergrund stellen wir uns folgenden Aufgaben:- Bestandspflege - Akquisition und Existenzgründung - bedarfsorientierte Umwidmung brachliegender Gebäude und Flächen - neue Schwerpunkte der Wirtschaftsförderung - erfolgreiches Gewerbeflächenmanagement und Standortmarketing - eine stärker ökologisch orientierte kommunale Wirtschaftsförderung
2. WIRTSCHAFTSSTRUKTUR Der Wirtschaftsstandort Mönchengladbach ist nicht mehr geprägt durch die Textil- und Bekleidungsindustrie. Diese Branche macht nicht mehr - zumindest in Bezug auf die Beschäftigungszahlen - den einstigen Wirtschaftsschwerpunkt unserer Stadt aus. Politik, Wirtschaft und Verwaltung muss es gelingen, durch erfolgreiches Gewerbeflächenmanagement und Standortmarketing am Wirtschaftsstandort Mönchengladbach stärker ökologisch orientierte Unternehmen anzusiedeln. Produktion und Vertrieb von sogenannter „grünen Technik“ ist eine Chance für unsere Stadt.
3. AUSBILDUNGSPLÄTZE Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen wir vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die mit dem strukturellen und demographischen Wandel verbundenen Umwälzungsprozesse und die langfristige Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sind nur einige der in diesem Zusammenhang zu nennenden Handlungsfelder. Hier ist auch die Politik gefordert, denn nur mit einem modernen und leistungsfähigen Ausbildungssystem werden wir in der Lage sein, diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern.Unser Ziel ist es, allen Jugendlichen die Chance auf eine Ausbildung zu ermöglichen und eine Verbesserung des betrieblichen und überbetrieblichen Ausbildungsangebotes zu erreichen. Zu diesem Zweck muss im Bereich des Ausbildungssystems in Mönchengladbach angesetzt und die betriebliche und überbetriebliche Berufsausbildung gefördert und weiter entwickelt werden. Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf muss der Einstieg durch Verknüpfung von Schule, Berufsschule und Ausbildungsanbietern erleichtert werden.
4. ARBEITSPLÄTZE FINDEN Durch effizientere Wirtschaftsförderung möchten wir die Ansiedlung neuer Unternehmen ermöglichen, um die Anzahl der zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze zu steigern. Unser Ziel ist es, auch durch interkommunale Zusammenarbeit die gesamte Region zu stärken und entsprechende Stellen zu schaffen.Eine wesentliche Aufgabe fällt dabei dem Bereich der Arbeitsvermittlung zu. Die Agentur für Arbeit muss auch in Mönchengladbach effizienter arbeiten – evtl. unter stärkerer Inanspruchnahme privater Arbeitsvermittler - und die Menschen schneller in Arbeit bringen. Bestehende Einrichtungen und Maßnahmen, welche sich dieser Thematik widmen, müssen gefördert werden.
5. ARBEITSMARKTGESTALTUNG Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss und mit geringer beruflicher Qualifikation ist seit Jahren zu hoch. Der Wirtschaftsstandort Mönchengladbach leidet auch darunter. Wir müssen durch gezielte Förderung im Bereich der Bildung dem entgegenwirken. Zentrum wird alle Bemühungen unterstützen, welche geeignet sind, allen Arbeitssuchenden zu einer besseren Qualifikation zu verhelfen, um dadurch einen geeigneten Arbeitsplatz zu bekommen. Andererseits braucht Mönchengladbach High-Tech Firmen, welche Arbeitsplätze für Hochqualifizierte bieten.Wir fordern ein ausgewogenes Angebot an Teilzeitarbeit bzw. flexible innovative Arbeitszeitmodelle um den jungen und/ oder alleinerziehenden Eltern in unserer Stadt die Möglichkeit zu bieten Beruf und Familie zu vereinbaren. Wir benötigen daher eine Neuorientierung in der Arbeits- und Wirtschaftspolitik, um die zukünftigen Probleme in Angriff zu nehmen - jetzt - und nicht erst in ein paar Jahren. Wichtig ist eine insgesamt flexiblere Gestaltung der Arbeit, eine kontinuierliche Weiterbildung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Rahmen des lebenslangen Lernens und die Bereitschaft beider Seiten, aufeinander zu zugehen. So können aus einer sozialen Arbeitsmarktgestaltung Perspektiven für jeden einzelnen und die Betriebe wachsen.
6. BRANCHENSCHWERPUNKTE Entwicklung und Zunahme des Dienstleistungsbereichs und fortschreitender Strukturwandel müssen stärker als bisher gefördert werden, damit sich der in Mönchengladbach gebildete moderne Branchenmix weiter entwickeln kann. Die flexiblen kleinen und mittelständischen Unternehmen müssen ebenso wie große Unternehmen mehr gestärkt werden.Uns muss es gelingen, durch erfolgreiches Gewerbeflächen-management und Standortmarketing am Wirtschaftsstandort Mönchengladbach verstärkt ökologisch orientierte Unternehmen anzusiedeln. Die Produktion und Vertrieb von sogenannter „grünen Technik“ ist eine Chance für unsere Stadt.
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